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Es gibt kaum Bezüge von Burns zum Golf.
Ein paar wenige: 1759, als Burns geboren wurde, wurde in St. Andrews erstmals das „Zähl-Spiel“ schriftlich erwähnt. 1764 schrieb Burns mit 15 sein erstes Liebeslied, während in St. Andrews die 18-Loch-Runde festgeschrieben wurde. 
Burns war Freimaurer und Freimaurer führten zu seiner Zeit die Geschicke des Golfclubs von St. Andrews.

Burns verfasste auch ein „lament“, ein Klagelied über Mary Stuart (1542 - 1587), im Winter vor ihrer Hinrichtung. Sie war es, die aber das Golf-Spiel in Frankreich eingeführt hatte, als sie noch französische Königin war und sie spielte Golf, als schottische Königin (1542 -1567), unmittelbar nachdem ihr 2.Gatte (Lord Darnley) ermordet worden war. Dafür ist sie allgemein sehr kritisiert worden. (Ich hoffe niemand hier spielt Golf, um ein Alibi für einen Mord haben, oder gar ihn zu feiern.)
Wenn schon Burns selber nichts mit Golf verband, dann versuche ich einen solchen Verband anzulegen, indem ich ein paar Gedichte von ihm auf diesen Sport herunterbreche. 

  • Ich beginne mit einem seiner bekanntesten Lieder:  

    „My luve is like a red red rose“, von Dieter Berdel umgesetzt ins Weanarische und verhunzt von mir:


    Golf is wie a Rosn rod

    O, Golf is wie a Rosn rod,

    di frisch in Juni bliat,

    a „schönes Spiel“ is wie a Melodii,

    in an siassn, scheenan Liad.


    Des is so fesch, a „hole-in-one“,

    doss i des liab is gwiss.

    So lang mei Golf, hoit i zu dia,

    bis s Mea fadrikkat is.


    Bis Mea fadrikkat is, mei Golf,

    da Fösn in da Sun zarinnt:

    solaung i leb hob i di gean, mei Golf,

    bis mei Lebenssaund faschwind.


    Und jetzt baba, mei „handicap“.

    Mit „Bogey“ spül i no deaweil,

    an „eagle“ peil i an, mei Golf,

    des is daun obergeil.


    Ein Zweites: (vielleicht das Klagelied einer Golferin)


    Draurich schau i iwa s Mea

    Draurich schau i iwa s Mea,

    des mi fon mein Caddie drennt

    und i bitt in Himmö sea,

    schizz eam guad am driwan end.

    Aungst und Hoffnung kumman, gengan,

    nur d Nadua, di kennt den Zwek.

    D’ Geista, di am „Green Fee“ schdengan,

    dazön fom Caddie, so weit wek.

    Es hobt’s ka Aunung fon di Schmeazn.

    S’ Blazn kommt eich ned in Sinn.

    A wengal Kumma, a bissal scheazn,

    so rinnt eicha Zeit dahin.

    Siasse Nocht, dua di eaboaman,

    loss mi draman in mein Schrek,

    dazöt’s ma, Geista, mia dea Oamen,

    von mein Caddie, so weid wek!


    Ein Drittes, auch bekanntes Gedicht von Burns heisst:

    „For the sake of somebody“. Dieter Berdel hat das übersetzt mit „Scho gaunz alaa wegn jemaund“. Ich habe das folgendermassen umgetauft:


    So gaunz alaa wegn an Golfen

    Mei Heaz is schwea, i sog s ned gean,

    mei Heaz is schwea wegn dem Golfen;

    i bin den gaunzn winta woch,

    und gaunz alaa, ohne des Golfen.


    O Freid! des Golfen!

    O Schmerz! des Golfen!

    I rennat um di Wöd hearum,

    schon gaunz alaa wegn an Golfen.


    „St. Andrews“, ollahechste Mocht,

    o, schau ma guad auf’s Golfen!

    Hoid es fon jedn Wikl fean

    daß s bleibt am „Green“, mei Golfen!


    O Freid! des Golfen!

    O Schmerz! des Golfen!

    Wos dat i - und wos dat i ned?

    Scho gaunz alaa fia s Golfen!

    by Karl Menrad (nach Gedichten von Robert Burns)
    weanirisch
  • Noch ein Lied übers Golfen:


    Weid, so weid

    Wia soi i fro und lustich sei,

    wia kaun i hubfn folla Freid,

    waun grad dea „Ball“, den i do „drive“,

    im Bam drobn is, so weid?


    Wos brauch i Frost und Wintaschduam,

    oda s schneibt di gaunze Zeid:

    Mia schdeign di Drenan in di Augn:

    Mei „Spiel“ is wek, so weid.


    Mei Foda hod mi aussekaut;

    ob i bled bin, frogn si d’ Leid,

    weu justament hoid i zu eam,

    zum Golf, des is mei Freid.


    I hob ma scheene Handschuach gschengt

    an Kilt aa, weu s mi gfreid.

    des drog i daun, dem Golf zuliab,

    bis Lenz is. Des is weid.


    Da koide Winta wiad fagee,

    fia d’ Bam kummt d Bliatnzeid,

    daun schbeat da Golfplatz wida auf

    und mia san zruk, fon nah und weid.


    „Di Biakn fon Aberfeldy“ sind eine letzte Zumutung an Sie alle und an Burns, denn bei mir lautet das so:


    Am Fairway von Wien-Schwechat

    Da Summa feabt di Bleamaln bunt,

    die Schwechat bletschat unt am Grund;

    fazupf ma uns fia a boa Schdund

    auf’n Fairway fon Wien-Schwechat.


    Liabes Madal, woi ma ned

    woi ma ned, woi ma ned,

    liabes Madal, woi ma ned

    auf’n Fairway fon Wien-Schwechat?

     

    Di Fogaln zwitschan schee in Koa,

    drinnnat im Hoslbusch sogoa;

    daun, fliagt di gaunze Fogalschoa

    zum Fairway fon Wien-Schwechat.


    Liabes Madal, woi ma ned

    Di Mugln fabrennt di Sonnangluat,

    es Wossa schbrizt foi Iwamuat,

    den Sommaduft riacht ma safuat

    am Fairway fon Wien-Schwechat.


    Foi Bleamaln is da Flugplatz drobn

    und duach den Heidnleam da obn

    siichst di Fliaga fliagn und tobn

    iban Fairway von Wien-Schwechat.


    Fia s Glik, do gibt s ka Garantii.

    Hed i an Wunsch frei, sogat i:

    Gee, moch ma do a Laundbatii

    am Fairway von Wien-Schwechat.


    Liabe Leit, jetzt fein mia,

    feian mia, feian mia,

    liebe Leit, jetzt fein mia,

    den Fairway von Wien-Schwechat